Wer fährt einen Faltpropeller?




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Wer fährt einen Faltpropeller?

Beitragvon Papenhagen » 19.09.2008, 07:46

Hallo Freunde der Rethana,
die Segelsaison 2008 gehtleider zur Neige und es bleibt nur Erinnerung an die schöne Zeit auf dem Wasser.Die Zeit im Winterlager sollte mann nutzen um Technische Veränderungen vorzunehmen.Nun meine Frage.
Wer hat Erfahrung mit einem Faltpropeller?????? Ich fahre den Yanmar 1GM10 mit Festpropeller.Ich schätze daß die Schraube beim Segeln wohl gut einen halben Knoten an Fahrt kostet,wenn nicht noch mehr.Ich habe früher einen 20JK gesegelt,wurde dort der Außenborder hochgezogegab es immer noch mal einen Ruck durchs Boot.Bei der Rethana wird die Schraube immer bremmsend durch das Wasser gezogen.
Wer hat Erfahrung mit einem Faltpropeller machen können? Giebt es Leistungseinbußen,Manövriereinschränkungen? Welcher Propeller wird empfohlen und wo bekommt mann einen?Kostenpunkt? Kommt gut durch den Herbst und Winter.Gruß aus Ribnitz-Damgarten Klaus R24 Balu
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von Anzeige » 19.09.2008, 07:46

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Beitragvon rubberduck » 19.09.2008, 11:12

Hallo Klaus,

wir haben 1991/92 in unsere Rethana 25 einen Volvo 2001 mit zusätzlicher MARTEC-Zweikreiskühlung und als Propeller einem WISCO-Faltpropeller 14"x10 LH eingebaut.
Probleme mit dem Propeller hatten wir noch nie, weder mit den Manövriereigenschaften, dem Fahren unter Motor und dem Auf- und Zuklappen des Propellers.
Mit Faltpropeller läuft die Rethana sehr schnell, zumal wir die Heckverlängerung angebaut haben.
Auf der Ostsee haben wir mehrfach bei raumen Wind gut mit größeren Booten mithalten können.
Propeller gibt es z.B. bei segelladen.de http://www.segelladen.de/warenkorb.html?product=39679
Preis unter 400 €.

Viele Grüße

Norbert
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Beitragvon Wolfgang aus Giessen » 19.09.2008, 17:37

moin, moin........
hier ist wolfgang aus giessen
wir haben seit diesem jahr eine 24 er mit einem kräutler einbau e-motor. sind mit dem vollkommen zufrieden. nun ja fast vollkommen. wir haben einen faltpropeller und das ding läuft vorwärts sehr präzise und sauber. beim rückwärts-verholen aus der box allerdings ist es ziemlich eng und da haben wir mit dem faltpropeller ziemliche manövrierschwierigkeiten.
ich weiß nicht, ob es am faltpropeller liegt, oder an der konstruktion überhaupt. jedenfalls ist der versatz ziemlich stark und es ist bei wind von achtern ziemlich hakelig sie wieder in die spur zu bringen. ansonsten ist sie in vorwärtsfahrt sehr präzise und auch schnell.
gruß aus giessen
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Beitragvon carlo » 21.09.2008, 18:40

Hallo wolfgang

leider musste ich mit einem Yanmar-Diesel und Festpropeller die gleichen Schwierigkeiten bei der Rückwärtsfahrt feststellen. Vielleicht kennt jemand die optimale Drehzahl, bei der der Radefekt minimiert ist und der Ruderdruck nicht zu stark.

Gruß Carlo
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Propeller

Beitragvon Fischer » 22.09.2008, 12:12

Hallo zusammen,
ich fahre auf der R25 serienmäßig einen 13x10 RH Propeller, welcher unter dem Segeln leer mitdreht- hat mich noch nicht gestört und kann mit geringfügiger Beeinflussung durch die Bremswirkung gut leben, da die Geschwindigkeitseinbuße kaum meßbar ist. Der Radeffekt ist naturgegeben- speziell beim Rückwärtsfahren, kann man aber auch mit auskommen. Ich persönlich werde den Originalpropeller drauflassen, zumal ich ihn gerade habe berechnen lassen- Steigung ist o.k.
Grüße
Wolfgang F.
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Beitragvon Christian » 27.09.2008, 19:49

im "segeln" 10/2008 ist jetzt ein umfangreicher Test von Falt- und Drehprops drinnen.

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Faltpropeller

Beitragvon Papenhagen » 28.09.2008, 17:49

Danke dür die bisherigen Beiträge zum Faltpropeller.Werde erst mal die aktuelle Zeitschrift Segeln studieren und dann schauen wir mal.
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Propeller

Beitragvon Martin » 27.03.2009, 19:40

Hallo Klaus
Du solltest mal einen Drehflügler in Deine Überlegungen einbeziehen. Funktioniert gut, Steigung lässt sich verstellen, geht ab ca. 1Kn automatisch in Segelstellung und durch flache Steigung für Rückwärtsfahrt wird der Radeffekt verkleinert.
schöne Grüsse aus Österreich
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Erfahrung nach Propellerwechsel

Beitragvon jogu » 26.04.2009, 22:14

Liebe Leute,

nun kann ich endlich auf etwas beitragen, und sogar mit Vergleichsdaten aufwarten. Danke gleich hier an Christian für die Testberichte, die den Ausschlag für den Wechsel mit gaben.

Vorher: 13x10RH dreiflügelig, fest: Vmax 6,2kn, deutlicher Radeffekt, deutliches Geschwindigkeitsloch bei ca. 4kn - wenn die Welle dann mitdrehte, ging es sofort auf ca. 4,8 - 5,0kn hoch, beim Einkuppeln eben wieder auf ca. 4 - 4,1 kn. Der oft geschätzte Geschwindigkeitsverlust von 0,5 - 1,0 kn scheint also realistisch.

Nachher: 13x10RH zweiflügelig, faltend (uraltes Stück des Herstellers Wisco, Form ähnlich des Gori): Vmax 6,1kn, kaum Radeffekt, kein Geschwindigkeitsloch mehr.
Rückwärtsfahrt: problemlos, aber doch spürbar weniger Zug, bzw. mehr Drehzahl nötig.
Vorwärtsschub: bombastisch, gefühlt sogar besser als beim Festprop (aber beim Drehen brauch ich nun doch etwas mehr Raum...)
unter Segeln: gerade bei wenig Wind spürbar mehr Fahrt, auch bei leichtestem Wind komme ich überhaupt nicht mehr unter die 2kn-Marke. Auch das Wenden läuft deutlich schneller (klingt erst einmal seltsam, ist aber so), Fock backhalten ist nicht mehr nötig.

Fazit: die Umrüstung hat sich definitiv gelohnt - bei 150€ Anschaffungskosten eigentlich klar. Ich hätte mir sonst den von Allpa/Radice gegönnt und die gut 400€ wohl auch nicht bereut. Der Umbau war völlig problemlos, obwohl ich die Welle leicht kürzen musste.
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Wer fährt einen Faltpropeller?

Beitragvon zille » 16.01.2010, 12:42

Hallo, Leute!
In unserem Hafen liegen außer mir noch vier Rethana´s mit „Festpropeller“. Entsprechend ist hier natürlich auch immer ein nicht zu übersehender, wenn auch lediglich heimlicher Wettbewerb, wer denn am Besten den Wind genutzt hat. Selbst wenn ich noch „Neu-Rethanier“ bin, kann ich gerade in diesem Punkt meine Erfahrung mit einbringen.
Seit September segele ich nun auf meiner „neuerstandenen“ Rethana 24, die gleich mit einem 2-Blatt-Faltpropeller, FLEX-O-FOLD 13/11 ausgerüstet war. Zum versteckten Ärger meiner “Mitstreiter“ bin ich gerade bei schwachem Wind immer „mit der Nase“ vorne. Das liegt nicht an meiner „seglerischen Begabung“ (so der Tenor meiner Seglerkollegen) sondern einwandfrei am Faltpropeller, ist die einmütige Meinung! Fundamentiert wurde das damit, dass ich den erfahrensten Rethanier (mehr als 10 Jahre R.25) an die Pinne gesetzt habe und bin mit seinem Boot und weiteren drei R24 auf „Wettfahrt“ gegangen. Meine „El Romeral“ lag zu meinem großen Vergnügen wieder einmal um etliche Nasenlängen vor allen anderen. Fazit: Es liegt wohl doch am Faltpropeller.
Mit winterlichen Ostsee-Insel-Grüßen,
Euer Heiner,
genannt „Zille“.
In der Ruhe liegt die Kraft!
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Tip für Wolfgang

Beitragvon Gilster » 17.01.2010, 16:25

Hallo vom Steinhuder Meer (Land`s End).

Da ich von Marlies weiß, da´Du mit Deiner neuen Rethana auf einem Stausee segelst:

Da die Wassertiefe kein Problem darstellt, fiere Dein Schwert einfach mal ganz nach unten! Beim Rückwärtsfahren kann ich so mit unserem Schiff regelrecht schreiben.

Über eine Nachricht in der kommenden Saison würde ich mich freuen.

Norman
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Beitragvon Wolfgang aus Giessen » 17.01.2010, 16:49

hi norman,
danke für die info, muß allerdings bemerken, daß ich das schwert immer ganz unten habe (nachts natürlich nicht, sonst nervt das geklapper ganz schön). ist auch wirklich kein problem auf dem edersee. lediglich im spätherbst gegen énde der saison wird es uferbereich mal etwas flacher.
habe da aber etwas anderes vor ein paar tagen (glaube im "palstek" oder in "segeln" gelesen.
da hatte jemand ein ähnliches problem. er hat beim "ausparken" aus der box, bevor die letzte leine losgeworfen wurde, mit dem motor in rückwärtsfahrt etwas strömung unter dem boot aufgebaut. soll angeblich präziseres steuern möglich machen.
werde es, WENN DAS TEIL ENDLICH WIEDER AUF`S WASSER kommt, ausprobieren.
leute, ich hab schon regelrechte entzugserscheinungen.
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