Leichtwindeigenschaften R24: ein leegieriges Ärgernis




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Leichtwindeigenschaften R24: ein leegieriges Ärgernis

Beitragvon Cumulus » 09.01.2008, 02:33

Hallo Rethanier,
habe meine gebraucht gekaufte R24, mit Heckverlängerung und guten, relativ neuen Seriensegeln, seit Juni am STA See, zum Familiensegeln. Ab ca. 2 Bf ist das ok, einen Racer haben wir ja bewusst nicht gewollt. Aber wenn es den im Revier häufigen Schwachwind hat, ca. 1 Bf, dann ist das ein Ärgernis: sehr leegierig, liegt schlecht am Ruder, zum Geradeausfahren ständig 20-30° Ruderlage zum Ausgleich der Leegierigkeit nötig, und entsprechend wenig speed. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, gibt es Tipps zur Abhilfe? Die klassischen Trimmversuche halfen nicht viel, und Klubkameraden erzählten mir "ja, so ein Schiff hatte hier schon mal jemand, der hatte das gleiche Problem; den haben wir immer wieder aus dem Schilf gezogen..."
Any comment?
Sigurd
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von Anzeige » 09.01.2008, 02:33

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Leegierigkeit (D)einer Rethana

Beitragvon Gilster » 11.01.2008, 10:23

Ich hatte dieses Problem anfangs (1985) bei einer neuen Rethana 25 ebenfalls mit der Original-Besegelung.

Fazit: Die Rollreffgenua war VIEL zu bauchig, konnte damit kaum Höhe halten geschweige denn überhaupt Höhe am Wind laufen.

Haben die Besegelung danach gegen "professionelle" Segel (flachgeschnittete Rollreffgenua und Lattengroß) getauscht. War kein Vergleich mehr, aber:

Wenn Dein Schiff richtig Höhe am Wind laufen soll, dann bringe ordentlich Ballast in das Vorschiff.

Ich habe einen 200 Liter Wassertank vorne, alle schweren Ausrüstungsgegenstände (Reserveleinen etc.) Richtung Vorschiff verlagert sowie zwei kleine Ständer für Verkehrsschilder unten im Ankerkasten liegen. (Allerdings habe ich in den Backskisten im Cockpit 4x 100 Ah Batterien für einen E-Motor verbaut. Also muß ich zusätzlich auch noch dieses Gewicht von achtern ausgleichen.

Ich laufe auf dem Steinhuder Meer seit diesen Änderungen sehr vielen Schiffen in Geschwindigkeit und möglicher Höhe oft gnadenlos davon, auch bei wenig Wind.

Marlies Trapp (auch hier vetreten) habe ich im Vorjahr ihre Rethana "Athena" ebenfalls so getrimmt, seit dieser Zeit kann sie bei "Flaute" sogar wieder wenden. Unter 2 Bft. konnte sie sonst fast immer nur halsen.

Also: einfach mal probieren.
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Trimmung

Beitragvon Fischer » 12.01.2008, 10:41

Hallo Sigurd,
bei der R25 kann ich Leegierigkeit bei Schwachwinden nicht festellen, weiß aber nicht, wie sich die R24 mit Heckverlängerung verhält- vielleicht ist die künstliche Verlängerung nicht im Einklang mit der Segel/bzw. Riggabstimmung? Heckverlängerung bedeutet auch mehr Gewicht achtern. Vielleicht segelt das Schiff besser ohne?
Ich habe die Batterie unter der Niedergangstreppe (Serienstand), Anker mit Zubehör im Ankerkasten und einen normalen 100 l-Tank im Vorschiff, restliches Segelzubehör befindet sich in den Backskisten- mehr Gewichtstrimm ist eigentlich nicht nötig.
Da ich den Starnberger See vom Rudern her gut kenne, weiß ich, daß bei den meist schwachen Winden sich auch auf den "anderen" Fahrtenschiffen nicht viel tut- ich persönlich habe jahrelang eine Boje am Ammersee gehabt und die Nase voll von den ständigen Flauten und Schwachwinden- unser Schiff fühlt sich an Schlei und Ostsee am wohlsten und es macht viel mehr Spaß dort zu segeln!!!
Ich kann nur empfehlen, langfristig nach einem Liegeplatz dort Ausschau zu halten....!
Vielleicht kann der ehemalige Bootsbaumeister von der Rethanawerft, Herr von Osten, Dir mit Tipps zur Seite stehen oder Du mailst ihn mal an. Nachdem ich in diversen Ostseehäfen auch mit R24-Eignern gesprochen habe, bekam ich eigentlich nur positive Feedbacks über die Segeleigenschaften zurück- es waren allerdings alle Schiffe ohne Heckverlängerung. Wie gesagt, mit der Rethana hast Du dennoch ein gutes Schiff gekauft- überprüfe nochmals alle Details und berichte mal später, wenn´s paßt.
Grüße
Wolfgang
PS: Wo liegt Dein Schiff? Westseite? Nähe Roseninsel?
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